Kloster Sankt Peter auf dem Schwarzwald

Feuerschutzabschlüsse im Kloster Sankt Peter auf dem Schwarzwald.

Erhalt historischer Bausubstanz

Das Objekt Kloster St. Peter ist ein Musterbeispiel für die Einteilung eines historischen Gebäudes in vorgeschriebene Brandabschnitte unter Beibehaltung der ursprünglich vorhandenen, großzügigen Raumwirkung. Neben verglasten Brandschutzelementen galt es auch die historischen Türen mit Füllungen und Zierwerk durch entsprechende Funktionstüren mit gleichem Zierwerk zu ersetzen. Hier konnten wir mit unseren geprüften Elementen alle Aufgabenstellungen an Sicherheit und Denkmalschutz erfüllen.

Das Projekt Geistliches Zentrum Kloster Sankt Peter zeigt, wie es gelingen kann historische Bausubstanz mit den Anforderungen des Denkmalschutzes und den Zwängen eines zeitgemäßen Brandschutzkonzeptes in Einklang zu bringen. Der Schlüssel zum Erfolg lag hier in der frühzeitigen gemeinsamen Einbindung aller Interessensgruppen in der Planungsphase. HOBA brachte hier im Vorfeld seine über Jahrzehnte erworbene Beratungskompetenz ein, so dass frühzeitig die Grundlagen für eine spätere reibungslose Abwicklung des Bauvorhabens geschaffen werden konnten. Im Ergebnis erfüllt das historische Kloster nun höchste Brandschutzanforderungen.

Am 19.November 2006 wurde in St. Peter ein Geistliches Zentrum feierlich eröffnet. Mit dieser Eröffnung ging eine Nutzungsänderung von einer mehr oder weniger privaten Nutzung durch das Priesterseminar zu einer öffentlichen Nutzung mit externen Besuchern einher. Somit wurden Anforderungen an den baulichen Brandschutz gestellt.

Nach der Erstellung des Brandschutzkonzeptes suchte das Erzbischöfliche Bauamt Freiburg unter der Federführung des Architekten Alexander Steger in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege am Dienstsitz Freiburg nach Lösungen, die sich möglichst unauffällig in das bestehende Raumbild einfügen. Aus diesem Grund boten sich die ästhetischen Lösungsmöglichkeiten von HOBA an. Bei der Planung der Musteranlage wurden sämtliche Nebenarbeiten, die für die Ertüchtigung der Wände, Decken und Böden zum Erreichen der geforderten Feuerwiderstände notwendig wurden, ermittelt und für die anstehende Ausschreibung definiert. Alles in Zusammenarbeit mit Architekten, Brandschutzgutachter, Denkmalamt und HOBA.

Eine Besonderheit der in diesem Projekt verbauten HOBA-Brandschutzelemente liegt in ihrer reduzierten Konstruktion, welche sich nur auf notwendigste konstruktiv erforderliche Bauteile erstreckt. So ist es Claus Schmid bei der Entwicklung von Brandschutzelementen als Erstem gelungen, Türen konstruktiv so in Brandschutzverglasungen einzubauen, dass die Türzargen keinerlei Verbindung mit den umlaufenden Rahmen mehr haben, folglich das Glas optisch die Tür trägt. Grundlage für diese mutige Konstruktion war der Fortschritt bei der Entwicklung von Brandschutzscheiben.

Bei der Entwicklung von Brandschutztüren legen wir als HOBA auf zwei Aspekte höchsten Wert: hochwertige Sicherheit und hervorragende Ästhetik. Ein Beweis hierfür ist, dass die im Kloster eingesetzten Brandschutztüren mit dem international anerkannten RedDot-Designpreis ausgezeichnet wurden. Diese Türen bestehen vollständig aus Glas und werden nur von einem schmalen Edelstahlrahmen eingefasst.

Gerade dies entsprach den Vorstellungen von Betreiber, Denkmalschutzbehörde und Architekten, so dass die Planung, wie oben beschrieben gemeinsam vorangetrieben wurde. Wesentliche konstruktive Besonderheiten waren in diesem Projekt die bereits beschriebene Montage der Türzarge im freien Glasumfeld, die rahmenlose Anbindung der Verglasungen an angrenzende Wände sowie die mit filigranem Edelstahl eingefassten Brandschutztüre aus Glas.

Ausführender Architekt/Planer

Alexander Steger
Erzbischöfliches Bauamt Freiburg
Hildastraße 65
79102 Freiburg
Tel:0761-7 90 94-30
Fax:0761-7 90 94-20
steger@erzb-bauamt-freiburg.de



Verarbeitendes Unternehmen



Bauherr

Erzbischöfliches Bauamt Freiburg



Eingesetzte HOBA Brandschutz-Elemente




Konstruktion

Holz-Glas-Stahl



Bauart / Baujahr

Sanierung / 2011